Paris

Hüte aus Panama

1906 Theodor Roosevelt bei der Inspektion des Panamakanals

1906 Theodor Roosevelt bei der Inspektion des Panamakanals

Seit 1630 werden die berühmten Hüte aus Panama in Ecuador hergestellt. Der Name ist also absolut irreführend. 1906 wurde Theodore Roosevelt während einer Inspektion des Panamakanals mit einem Panamahut fotografiert. Das Bild ging um die Welt und der Mythos der Panamahüte war geboren. kompletten Post lesen

London

Trolle und Diebe

Olympic Spirit im Deutschen Haus, London: Ich gebe eine unangekündigte Pressekonferenz für mich selbst.

In diesem Moment befinden sich die Athleten der deutschen Mannschaft an Bord der MS Deutschland und schippern übers Meer, um morgen in Hamburg anzulegen. Viele von ihnen haben seit der Abschlussveranstaltung ein starkes Fiepen auf den Ohren, weil sie bei Brian May’s Gitarrensolo zu dicht dran standen. Brian May sollte, nur kurz angemerkt, seinen Lebensabend in Ruhe genießen und nicht mehr auftreten. Das gleiche gilt für George Michael, The Who, Annie Lennox. kompletten Post lesen

Berlin

Are you mansome?

Der neue Mann? Schauspieler Jason Bateman und Will Arnett im Wellness-Spa | aus „Mansome", Morgan Spurlocks neuem Dokumentarfilm

Morgan Spurlock, der Regisseur von „Supersize Me“, geht in seinem neuen Dokumentarfilm „Mansome“ der Frage nach: Wie geht das heute, Mann zu sein? Und Spurlocks Oberflächlichkeit ist dabei tiefgründiger als man denkt.

Glaubt man dem Wörterbuch, handelt es sich bei mansome um das englische Adjektiv für einen Mann, der männlich (MANly) und gutaussehend ist (handSOME). Mansome ist aber auch der Titel der neuen Dokumentation des Aktionszynikers Morgan Spurlock, der für „Supersize Me“ oscar-nominiert war, sich für „Where In The World Is Osama Bin Laden?“ auf Vorurteilssuche gegenüber Amerikanern im Nahen Osten machte und der in „The Greatest Movie Ever Sold“ das Thema Product Placement grenzgängerisch am eigenen Dokumentarfilm durchexerzierte.
Nun also „Mansome“, der auf dem diesjährigen Tribeca Filmfestival vorgestellt wurde und in Deutschland bisher nur über iTunes oder Amazon zu bekommen ist. Spurlock geht dabei der Frage nach: Was bedeutet es heutzutage, Mann zu sein? Und wie sieht das männliche Schönheitsideal des 21. Jahrhunderts aus?

Jack Passion, Amerikas bekanntester Bartträger und der einzige Amerikaner, der jemals die Deutsche Bart-& Schnauzer-Meisterschaft gewann | © „Mansome"

Schließlich genügt es heute nicht mehr, als Mann einen Baum zu pflanzen, ein Kind zu zeugen und ein Haus zu bauen. Der Mann von heute muss dabei so divers sein wie die Bartvarianten in Berlins Mitte. Und: strahlend aussehen – nie zu sehr, eher auf eine männliche Art weiblich – Beauty-Produkte nutzen, die niemals als solche erkennbar sein dürfen und Kleidung tragen, die durch sorgsam ausgewählte Weise zufällig erscheint. Wie also geht das, jetzt und heute Mann zu sein? Bart tragen: ja oder nein? Körper ent- oder behaaren? Ins Wellness-Spa nur für Männer?

Zugegeben der Blick Spurlocks ist in „Mansome“ ein ziemlich Beschränkter: Eigentlich geht es dabei – wenn auch gewohnt zynisch – 90 Minuten lang ausschließlich um Fragen der männlichen Optik. So diskutiert er mit Jack Passion, Amerikas bekanntestem Bartträger, die Vorteile männlicher Gesichtsbehaarung, mit Wrestler Shawn Daivari dessen tägliche Ganzkörperrasur, besucht einen Bartwettbewerb, Kosmetikhersteller, traditionelle Barbershops, führt Interviews mit Paul Rudd, „Hangover“-Hauptdarsteller und Comedian Zach Galifianakis und lässt Jason Bateman gemeinsam mit Will Arnett im Wellnesspool planschen – schlammige Gesichtsmasken inklusive.

Nach „Supersize Me" geht der amerikanische Dokumentarfilmer Morgan Spurlock nun der Frage nach: Wie geht das heute, Mann zu sein?

Doch was im Film so einseitig und zeitweilig auch langatmig erscheint – dieses ausschließliche Umkreisen der männlichen Eitelkeit, des ständigen Optimierens, der puren Oberfläche – ist hier vielleicht Botschaft und Ironie zugleich: Nämlich, dass in Männern, seit sie von der Schönheitsindustrie als Millionenmarkt entdeckt wurden, die gleichen Zweifel und Unsicherheiten gedeihen, die Frauen dank Magazinen und Werbebotschaften schon seit Jahrzehnten besitzen.

Vielleicht dauert es also nicht mehr lange und die Männer von heute nehmen im gleichen Maße Yogastunden, lesen Selbsthilferatgeber und versuchen sich in dankbarer Akzeptanz. Dann wäre die Gleichberechtigung tatsächlich da. Nur wünschenswert wäre das unter diesen Umständen nicht.

Kein bisschen schwul: Shawn Daivari ist Wrestler und damit gezwungen zum täglichen Kahlschlag | © „Mansome"

Berlin

INDIA’S ARK

Das skulpturelle Museum ARKEN ist dafür bekannt die beste und meist interessanteste Kunst aus aller Welt in ihrer wunderschönen Umgebung zu vereinen. Diesen Herbst präsentiert ARKEN  ihre bisher größte Ausstellung mit dem Hauptmotiv Indien. Mit Fokus auf indische Gegenwartskunst und Mode wird ARKEN außer Kunst, Kleidung, Einrichtungen und Fotografien auch eine Reihe von Vorträgen, Filme, Musik und Forschung über und von Indien publizieren.

INDIA: ART NOW und INDIA: FASHION NOW, wie die zwei Ausstellungen heißen, ist ein Teil des Projekts “India Today/Copenhagen Tomorrow”, das versucht das moderne Indien nach Dänemark zu bringen, in einem gegenseitigen Austausch von Kultur, Wissenschaft und Handel.

Freu dich ,neben einer Vielzahl an indischen Kunstobjekten, darauf Einblicke in die inspiriende indische Modeszene bekommen. Diese ist die letzten zehn Jahre förmlich explodiert und bietet eine neue Auffassung wie Indien sich als modernes und experimentelles Modeland ausdrückt, parallel mit einer tausend Jahre währenden Geschichte und Kultur. ARKEN zeigt unter anderem farbenreiche, skulpturelle und experimentelle Kreationen von meist auffällig  jungen indischen Designer wie: Morphe By Amit Aggarwai, Manish Arora, Sabyasachi Mukherjee, Prashant Verma, Varun Sardana und 11.11. by Cell DSGN…..Ich freue mich.

INDIA: ART NOW, INDIA FASHION NOW, 18.08.2012 – 13. 01.2013, ARKEN, Skovvej 100, 2635 Ishöj

 

Manish Arora

Morphe By Amit Aggarwai

 Varun Sardan

11.11. by Cell DSGN