Berlin

Von der Pflegerin zur grünen Modequeen Australiens

Tingelt man durch die Innenstadt von Sydney fällt einem immer wieder diese pinkfarbene Schrift ins Auge: „Gorman“. Ein doofer Name für ein Geschäft oder sogar Label. Nur ein Blick durchs Schaufenster verrät, dass hinter diesem Namen buntes, sehr weibliches Design steckt, das irgendwie eine magische Anziehungskraft auf mich hat.

Ich war jetzt schon dreimal bei „Gorman“ und bin jedes mal wieder erschrocken wie bunt und musterreich Klamotten sein können, ohne billig und überladen zu wirken. Ich habe mich beim letzten Besuch sogar in der Anprobe wiedergefunden. Deshalb hier nun ein paar Fakten zu diesem australischen Modelabel.

Kollektion 2012/13 - PR

Lisa Gorman

Lässt sich nach ihrem Schulabschluss erstmal zur Pflegerin in einem Krankenhaus in Melbourne ausbilden. Nach acht Jahren beschleicht sie ein Gefühl: Vielleicht sollte sie doch eher in der Modebranche arbeiten. Gorman bekommt einen Job als Dekorateurin bei einer Brautmodendesignerin. Lisa Gorman sagte in einem Interview mit einem australischen Onlinemodemagazin, dass alles irgendwie passiert ist. Sie schneiderte immer schon Klamotten für sich, Freunde überredeten sie, doch auch welche in ihrer kleinen Boutique zum Verkauf anzubieten und ehe sie sich versah, hatte sie drei Jahre Modedesign hinter sich, sechs Kollektionen gemacht, die in über 50 Läden verkauft wurden. 2003 entschied sie sich, die Brautmodendesignerin zu verlassen und auch ihren Pflegejob an den Nagel zu hängen (ja, beides machte sie noch nebenher), um dann ihr Label „Gorman“ zu gründen.

Schlag auf Schlag

Nach der Gründung des Labels ging alles recht schnell. 2004 eröffnete die erste „Gorman“-Boutique in ihrer Heimatstadt Melbourne. Außerdem verkaufte sie ihre Sachen auch in einem der größten Departmentstores Australiens „Myer“. 2007 stellt Lisa „Gorman Organic“ vor. Grüne Mode ist heute natürlich selbstverständlich vor sechs Jahren war das aber ein großer Schritt. Das zeigte sich auch in den Umsätzen, denn bis vor zwei Jahren hat Gorman keine schwarzen Zahlen mit der grünen Marke geschrieben.

Grün ist Lisas Ding  

  1. Verpackungen wurden um 90% reduziert, wenn Verpackung notwenig ist, ist diese aus recyceltem Material
  2. Sie benutzt ausschließlich grünen Strom
  3. Gorman beschäftigt Berater in Sachen Umwelt und Produktion, so dass sie jede Chance nutzen ihren CO2-Fußabdruck zu verringern
  4. Gorman ist ein Freund von Fahrrädern und gibt den Kunden Rabatt, die mit dem Fahrrad zum Einkaufen kommen
  5. Die Einkaufstüten sind aus 100% recyceltem Papier und sobald ein Kunde die Tüte ablehnt, wird der Wert der Tüte der Organisation „Friends of the Earth“ gespendet – so auch 5 Dollar, wenn ein T-Shirt aus der grünen Linie verkauft wird

Gormans Mode

Nach so viel Text über Lisa Gorman und ihre grünen Eigenschaften, möchte ich noch zwei, drei Worte über die Klamotten verlieren. Sie sind bunt – das sagte ich schon. Sie sind sehr klassisch geschnitten, nichts Verrücktes. Schmale Jeans, taillierte Kleider, Streifenpullis aus Strick. Meine Mama würde sich in den Sachen genauso wohl fühlen. Aber, und das ist das Coole, sie sind überhaupt nicht trutschig. (Wollte jetzt nicht sagen, dass meine Mama trutschig ist, aber immerhin schon 60 Jahre alt!)

Schaut es euch einfach an. Und stellt euch zu den Schnitten und Mustern eine ausgezeichnete Qualität vor.

Kollektion 2012/13 - PR

Kollektion 2012/13 - PR

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