
Assembly NY SS13
Wie immer hat Stylebook-Redakteurin Susanna hier für euch von den großen Schauen der New York Fashion Week berichtet. Ich hingegen habe wieder versucht, ein paar Perlen bei den Präsentationen junger Designer zu entdecken. Meine ersten drei Favoriten sind Assembly, William Okpo und Maki Oh. Was die Designer gemein haben? Vor allem, dass sie noch nicht ganz die internationale Aufmerksamkeit, die sie verdienen, bekommen.
Assembly
Assembly-Designer Greg Armas erfindet das Rad natürlich nicht neu. Aber: Ready-to-Wear steht nun einmal für Tragbarkeit und wenn es ein Label gibt, bei dem ich sofort die komplette Kollektion (sowohl die Stücke für Frauen als auch die für Männer) tragen würde, dann ist es Assembly!
Greg Armas eröffnete 2008 seine Boutique Assembly in New York, in der er besondere, sonst schwer zu findende internationale Labels, sorgfältig kuratierte Vintage-Stücke und kleinere Kunstgegenständen verkauft. 2009 kam die eigene Linie Assembly hinzu. Die Kollektion fürs kommende Frühjahr entspricht absolut der bekannten Ästhetik von Assembly: Ein Mix der Kontraste weich und geometrisch, hell und dunkel, gesetzt und neon, entspannt und futuristisch.
Was auf den Bildern nicht zu erkennen ist: Alle Models tragen Armbänder, auf denen „Stop the Chop“ zu lesen ist. Die Armbänder wurden von der indigenen Kuna-Bevölkerung in Panama gefertigt und unterstützen die Organisation Cuipo. Cuipo engagiert sich für die Rettung des Regenwaldes, mit den Erlösen aus nachhaltigen Produkten und Partnerschaften kauft Cuipo „Meter für Meter“ Regenwald.
Assembly gibt es online und bei: Assembly New York, 170 Ludlow Street, Lower East Side.
William Okpo

William Okpo S/S13
Die Schwestern Darlene und Lizzy Okpo sind die Lieblinge der jungen New Yorker Modewelt und mit Fans wie Solange Knowles, derzeit wohl die stylischste New Yorkerin überhaupt, brauchen sie sich wahrscheinlich keine Sorgen um die Zukunft ihres Labels William Okpo machen.
Auch Darlene und Lizzi Okpo arbeiten gerne mit Gegensätzen, seien es die Verbindung der East Coast und der westafrikanischen Küste, unorthodoxe Farbkombinationen oder die traditionell eher maskulinen Schnitte für ihre Womenswear. Am Dienstag präsentierten die Schwestern hinter dem Label William Opko ihre erste Solo-Show während der NYFW in einem Studio des Alvin Ailey Tanztheaters. Die Kollektion ist inspiriert von typischen New Yorker Mädchen: Unangestrengt cool, sowohl stylisch als auch bequem.
Ein Hauch von Maskulinität zeigt sich in der Anspielung auf Workwear, aber fürs kommende Frühjahr arbeiten die Okpo-Schwestern auch mit Polka Dots, Röcken und figurbetonte Elementen. Hingucker waren auch die Schuhe, eine Kollaboration von William Okpo und Herbert Schier aus Namibia.
William Okpo gibt es zum Beispiel bei Opening Ceremony in New York und online sowie bei End of Century, 237 Eldridge St., Lower East Side.
Maki Oh

Maki Oh Spring/Summer 2013
Maki Oh präsentierte im Rahmen der „African Icons“-Schau des Arise Magazins zum ersten Mal eine Kollektion in New York – und auch sie darf sich über berühmte Fans wie Solange Knowles und Leelee Sobieski (auf meiner Liste der stylischsten New Yorkerinnen auch ganz weit oben) freuen.
Die gerade mal 26-jährige Nigerianerin färbt alle Stoffe mit der zeitaufwendigen Adire-Technik selbst, anstelle von Industrie-Farben setzt sie auf natürliche Farbstoffe wie die der Indigo-Pflanze. Ihr Label gründete Maki Oh, die eigentlich Tänzerin werden wollte, 2010 und wurde in diesem Jahr während der Fashion Week in Lagos zur Designerin des Jahres gewählt. Unbedingt im Auge behalten!
Maki Oh gibt es bei Maryam Nassir Zadeh, 123 Norfolk Street, Lower East Side.




























