Berlin

Movember – die Rückkehr des Schnurries

Darf Mann Schnurrbart tragen? Die Antwort für den Monat November heißt “Ja”. Denn der elfte Monat des Jahres heißt eigentlich  “MOVEMBER” – eine Melange aus November und Moustache. Ausgedacht haben sich das vor neun Jahren ein paar trinkfeste Australier. War ja klar – aber was soll das Ganze?

Der Schnurrbart kommt jetzt nicht ganz unerwartet, denn schließlich gehört er ja zu DEM Hipster (wer auch immer das ist)  – passt schließlich gut zu dessen Wollmütze in geschlossenen Räumen.

Meine Erinnerung an den Schnurri beginnt aber schon viel, viel früher. Es waren die Achtziger Jahre, mein Papa hatte eine 1A-Minipli-Dauerwelle und eine Popelbremse. Er sah ein bisschen aus wie Tom Selleck in “Magnum”, nur ohne Hawaii-Hemd. Natürlich weine ich diesem Bild hinterher.

So muss es auch diesen Australiern gegangen sein, als sie in einer Trinklaune “Movember” erfunden haben. JC ist einer dieser Australier, der Erfinder und Gründer von “Movember”.

JC : “Wir waren 30 Typen in einer Bar, haben Polaroidfotos von uns gemacht, frisch rasiert, und haben da drauf den Schnurri gemalt, den wir züchten wollten. Nach 30 Tagen haben wir uns wieder getroffen, um zu sehen, wer den schönsten Schnurrbart hat.

JC hat mir im Interview erzählt, dass sie den Schnurrbart vermisst haben, er sei ein Zeichen für das Gentleman-Dasein  – sie wollten ihn zurückbringen. Das war 2003. Allerdings sollte der Schnurrbart – oder auch Moustache – nicht einfach so zurückkehren. JC hat ihn zweckgebunden. Der Moustache soll aufmerksam machen auf Prostatakrebs.

Movember

Aus der Schnapsidee ist letztendlich sogar eine Stiftung geworden. Seit neun Jahren wird in Australien und inzwischen auch in vielen anderen Ländern der Welt “Movember” zelebriert. Ab Donnerstag sind auch die deutschen Männer dran! Tragt Schnurrbart, werdet zum “Mo-Bro”, um auch in unserem Land, alle darauf aufmerksam zu machen, wie weit verbreitet Prostatakrebs ist!

Wie funktioniert es? Ganz einfach – ihr registriert euch auf der Webseite der Stiftung, macht ein Foto und teilt es auf euren Lieblingsnetzwerkplattformencommunities euren Freunden mit. Die können euch sponsorn (so generiert die Stiftung Geld). Das war der bürokratische Teil.

Wie funktioniert es wirklich? Am Donnerstag wird kollektiv rasiert – alles muss weg. Ihr fangt bei NULL (Barthaar) an. Und dann lasst ihr wachsen und zwar nur den Oberlippenbart (schönes Wort), der Rest wird immer wieder rasiert. Ihr werdet merken, dass bald die Mädels nach euch pfeifen (wenn sie einen Vaterkomplex haben). Und wenn euch jemand fragt, warum ihr auf einmal Schatten über der Lippe tragt, dann wisst ihr was zu sagen ist:

Ich bin ein MO-BRO,  mache mit bei MOVEMBER – gegen/wegen PROSTATAKREBS – den Rest kannste googlen, EY.

Alles klar? Cool.

Auf die Schnurris, fertig, los … Ich bin übrigens auch dabei

Mo-Bro and Mo-Sis - Movember 2012

 

Auf dieses Thema gibt es eine Reaktion

  1. Selbstverständlich hat STYLEBOOK auch schon ein eigenes Schnurri-Team.
    Hier könnt ihr es unterstützen: http://de.movember.com/team/659081

    Danke!

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