Berlin

Django Unchained – Neues von Tarantino

Wie eine Mischung aus "Lethal Weapon", "Oldboy" und "Spiel mir das Lied vom Tod": Jamie Foxx und Christoph Waltz in Tarantinos neuem Film "Django Unchained"

Der eigentliche Release war zwar erst in ein paar Tagen geplant, doch nun ging Quentin Tarantinos „Django Unchained“ Trailer letzte Woche schon ins Netz. Der neue Tarantino Film, der laut Sony Pictures am 31. Januar 2013 in die deutschen Kinos kommen soll, ist eine Mischung aus Italo-Western, Blaxploitation-Filmen der 70er und Südstaatenepos.

Laut Sony Pictures soll "Django Unchained" am 31. Januar 2013 in Deutschland starten

Zwei Jahre vor dem amerikanischen Bürgerkrieg verbündet sich der deutschstämmige Kopfgeldjäger Dr. King Schultz (Christoph Waltz) mit dem Sklaven Django (Jamie Foxx), um mit ihm auf die Jagd nach den mordenden Brittle-Brüdern zu gehen. Als Gegenleistung verspricht Schultz Django Freiheit und seine Frau Brommhilda (Kerry Washington), die in die Händen des Plantagenbesitzers Calvin Candie (Leonardo DiCaprio) geraten ist, der auf seiner „Candieland“-Farm gemeinsam mit dem Haussklaven Stephen (Samuel L. Jackson) und dem sadistischen Trainer Ace Woody (Kurt Russell ) Sklaven zu tödlichen Kämpfen gegeneinander antreten lässt

Gewöhnungsbedürftig: Leonardo DiCaprio als sadistischer Sklavenfürst

Mit „Django Unchained“ hat sich Tarantino also endlich entschieden, all seine Zitate und die zarten Ansätze bei Kill Bill in einen ganzen Western zu verwandeln, mit dem er unverkennbar auf Sergio Corbuccis „Django“ von 1966 referiert. Mit dem Original kritisierte der linke Soziologe und Regisseur Corbucci die innen- und gesellschaftspolitische Situation in den USA und unterschied sich dadurch erstmals von den heroischen amerikanischen Western.

Dass Tarantino auf Corbuccis Kultfilm aus den Sechzigern anspielt erkennt man nicht nur am Titel, sondern auch daran, dass der damalige Hauptdarsteller Franco Nero bei Tarantino eine Nebenrolle hat. Und auch die politische Dimension um die amerikanische Sklaverei und dessen blutiges Ende ist unverkennbar bis…ja, bis der Soundtrack von Johnny Cash trauerndem “Ain’t No Grave (Can Hold Me Down)” umswitcht auf James Brown “The Big Payback” und man plötzlich weiß, man schaut einen Tarantino Film. Und die sind ja bekanntlich immer das respektlose Flickwerk aus historischem Stoff und Tarantinos persönlichem Überschwang und es geht nur um eines: persönliche Revenge. Ein großartiger Christoph Waltz, ein gruseliger Leo und die barocke Kostümierung? Na, ja wir haben ja noch ein bisschen Zeit uns daran zu gewöhnen..

 

Auf dieses Thema gibt es 2 Reaktionen

  1. Sehr gelungener Artikel. Bin vor ein paar Tagen auch zufällig darauf gestoßen und finde den Film einfach genial, vor allem Christoph Waltz in seiner Rolle als Kopfgeldjäger ist einfach großartig da stimme ich dir zu.
    Auch die aktuelle Website des Tarantino Films sprach mich sehr an, aber hast du bestimmt schon entdeckt –>
    http://unchainedmovie.com/

    Alles in allem ich

  2. sorry zu früh auf den “Kommentar – abschicken – Knopf” gedrückt.

    Alles in allem freue ich mich sehr auf den Film.

    Finish!

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