New York

Sporting Life

Christian Lacroix Strand-Ensemble, 1990. The Museum a FIT, New York.

Sportbekleidung dient zu allerest zwei Dingen: Sie soll nach Möglichkeit die athletische Leistungsfähigkeit fördern und den Körper vor Verletzungen schützen. Wie die Ausstellung Sporting Life des FIT zeigt, hat Kleidung, die für sportliche Aktivitäten gedacht ist, aber auch häufig die Modewelt beeinflusst – und vice versa.

Die Ausstellung Sporting Life zeigt mehr als 100 Kleidungsstücke und Accessoires aus der Sammlung des Museums des Fashion Institute of Technology und wirft einen Blick auf die Geschichte der „Sportswear“ und wie sich im Laufe der letzten 150 Jahre Silhouetten, Strukturen und Stoffe verändert haben.

Seit Frauen im 19. Jahrhundert anfingen, sich öffentlich aktiv sportlich zu betätigen, wurden Sportbekleidung und Mode vermischt. Dorothy Levitt, die erste Frau, die an einem Motorrennen teilnahm, betonte 1909, dass in einem offenen Wagen sowohl hübsches Aussehen als auch Komfort äußerst bedeutsam seien.

Radfahr-Ensemble, ca. 1888. The Museum at FIT, New York.

Designer der 1920er wie Coco Chanel, Jane Regny und Jean Patou vermischten die Grenzen zwischen Sportbekleidung und Mode mit Kleidern, die an Tennis erinnerten. Die Paris-Korrespondentin des New Yorker, Elizabeth Hawes, schrieb 1927, dass Mode durchaus sporttauglich sei. Für alle Nachmittagsaktivitäten wie Golf, so schrieb sie, solle man einfach ein Lunchkostüm tragen.

Von links: Lacoste + Malandrino Maxi Dress, Frühjahr 2011. Claire McCardell Playsuit, 1945. Chrissie Evert for Puritan Tenniskleid, ca, 1973. The Museum at FIT, New York.

Vor allem in den 1980ern wurden Kleidungsstücke, die eigentlich für Training gedacht waren, außerhalb des Fitnessstudios populär – ein Beispiel für stilvolle Verbindung von Mode und Sport sind Trainingsanzüge von Norma Kamali.

Norma Kamali, 1981. Museum at FIT, New York

Die Liste der Designer, deren Mode von Sport inspiriert wurde ist lang und das FIT zeigt z.B. Bademoden von Christian Lacroix und Azzedine Alaïa, ein Segel-Outfit von Karl Lagerfeld für Chloé, ein Mantelkleid von Issey Miyake, das gleich an verschiedene Sportarten wie Baseball, Football oder Jagd erinnert, Highheel-Tennisschuhe von Jean Paul Gaultier oder ein Mantelkleid von Yohji Yamamoto, das sein Interesse für historische Mode widerspiegelt, denn es erinnert an viktorianische Reiterbekleidung.

Diese und viele weitere sind noch bis 5. November in der Ausstellung  Sporting Life im Museum des Fashion Institute of Technology zu sehen. 7th Avenue, Ecke 27th Street,  New York, NY 10001

Auf dieses Thema gibt es eine Reaktion

  1. Puha, wenn man sich die Sportbekleidung anschaut, fragt man sich, wie man in mancher Kleidung sich überhaupt bewegen konnte, geschweige dann Sport treiben?! So ändern sich die Zeiten :) Schon interessant, was man alles zum Sport tragen kann?! ^^

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